Mieter und Käufer in Not! Gutes ist rar und teuer.

Die Mieten und Kaufpreise steigen, die passende Wohnung ist nicht zu finden, zuverlässige Quellen berichten davon, dass im Bundesgebiet 1,2 Mio. Wohnungen fehlen.

Dazu kommt noch, dass die Anzahl der Baugenehmigungen in NRW stark rückläufig ist – ausgerechnet in dem Sektor, in dem schon ein besonders großer Mangel herrscht: Bei den Mehrfamilienhäusern mit drei und mehr Wohneinheiten. Wenn 2016 noch 66.555 Einheiten gebaut wurden, so beträgt die Summe in 2017 lediglich noch 52.481 Einheiten. Diese Zahlen werden von der Landesstatistikstelle NRW zur Verfügung gestellt.

… und wenn dann doch gebaut wird, geschieht das häufig dort, wo die Wohnungen nicht so dringend gebraucht werden, auf dem “platten Land”

… und das hängt dann damit zusammen, dass in den stark nachgefragten Lagen kaum bezahlbare Baugrundstücke zur Verfügung stehen.

Das Dilemma wird immer größer und die Politik, die das ändern könnte, experimentiert mit Baukindergeld, Mietpreisbremse und anderen von Fachleuten negativ beurteilten Versuchsballons. Das kostet Milliarden und bringt nix. Hilfreich wären sofort wirksame Maßnahmen wie das Zurverfügungstellen preiswerter Grundstücke, eine Senkung der Grunderwerbssteuer und eine radikale Vereinfachung der Bauvorschriften, welche eine signifikante Verkürzung der Genehmigungsverfahren zur Folge hätte.

( Die Bearbeitungszeit von Bauanträgen hat sich durch komplizierte Vorschriften bei gleichzeitigem Personalmangel erheblich verlängert. )

Dazu sind noch durch höhere Qualitätsstandards und Lohnkosten die Baukosten um mehr als 10 % gestiegen – ein Wunder, dass es überhaupt noch mutige Bauherren resp. Käufer gibt!
Hier gibt es nun trotzdem für den Suchenden eine ganze Reihe von Alternativen, die das ersehnte Objekt in Reichweite bringen.

Zunächst sollte man prüfen, ob Lagealternativen in Frage kommen. Das In – Viertel bietet eben nur begrenzte Chancen, jeder will dort hin, die Preise steigen ins Albtraumhafte und der Zugriff zu den Objekten gelingt meist nur noch über persönliche Beziehungen oder den Platzhirschen bei den Maklern.

Lagealternativen sind entweder Nachbarlagen der Inviertel oder gleich – gute, die noch Inviertel werden wollen und bisher noch im Dornröschenschlaf verharren. Auch hier hilft der beste Makler vor Ort – der hat das Ohr am Markt und gibt Ihnen gern die richtigen Empfehlungen.

Unabhängig von der aktuellen Marktsituation darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es in Deutschland einen Zusammenhang gibt zwischen der Wahrscheinlichkeit zu verarmen und der Eigenschaft, Mieter oder Eigentümer einer Immobilie zu sein.

Mit anderen Worten: Wer Eigentümer einer Immobilie ist, hat ein Armutsrisiko von ca. 4 %. Mieter hingegen sind mit ca. 29 % betroffen. ( Die Zahlen stammen aus einer Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung ( DIW ) ) Besonders erschreckend ist die Geschwindigkeit mit der sich diese Zahlen verschlechtert haben: Vor 25 Jahren lag die Armutsquote noch bei 16 %.

Die Forderung des DIW ist folglich, den Sozialen Wohnungsbau zu stärken.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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