Kaufen oder Mieten? Tipps vom Velberter Immobilien-Experten Wolfgang Kartheuser

Diesen Monat beschäftigen wir uns mit der immer wieder – und in der letzten Zeit immer häufiger – gestellten Frage nach einer „Lebensentscheidung“ für viele Menschen: Alle Welt spricht von den großen Problemen bei der Beschaffung von geeignetem Wohnraum. Das Angebot in nachgefragten Städten und Gegenden ist knapp oder einfach nicht vorhanden. Damit ist der Sachverhalt gemeint, dass die gewünschte Immobilienart in der gewünschten Lage und Preislage nicht angeboten wird. Diese Aussage ist sowohl für Mietobjekte als auch für Kaufobjekte zutreffend.

In jüngsten Publikationen schildern bekannte Magazine und Fachblätter den Markt: Der Spiegel benutzt auf seinem Titel gar goldene Farbe, um die Wertigkeit und den zum Teil enormen Wertzuwachs zu demonstrieren, die Wirtschafts-Woche spricht vom Luxusgut Eigenheim und liefert eine Analyse des boomenden Marktes in Düsseldorf.

Nun gibt es für den Verbraucher einige Möglichkeiten, auf diese Situation zu reagieren. Er kann resignieren und auf die Anschaffung einer Immobilie oder den Umzug in eine neue Mietwohnung verzichten. Er kann sich andererseits die Frage stellen, ob seine Wünsche und Vorstellungen nicht auch „verändert“ werden könnten, so verändert, dass sich Objekte finden lassen, die nicht nur vorhanden und erwerbbar, sondern auch erschwinglich sind.

Welche Veränderungen sind möglich? Sind Kompromisse denkbar? Kann am Lageanspruch etwas verändert werden? (Die Lage ist ein wesentlicher wertbildender Faktor.) Möglicherweise ist auch ein anderer Stadtteil passend; oft finden sich dort preiswertere Objekte. Und wenn in der Stadt nichts zu finden ist, ist vielleicht im Umland das Richtige vorhanden.

Natürlich bestimmen auch die Größe und Ausführung den Preis einer Immobilie. Derzeit ist oft zu beobachten, dass nahezu utopische Ansprüche in dieser Hinsicht das Auffinden der gewünschten Immobilie unmöglich machen. Der Wunsch, einen Bungalow im Stadtzentrum zu beziehen, ist nunmal kaum mit den üblichen Bebauungen in deutschen Innenstädten übereinstimmend. Ähnlich sieht es bei Penthäusern aus – die werden derart stark nachgefragt, dass weder die vorhandenen noch die auf den knappen Bauflächen erstellbaren Gebäude den Bedarf auch nur ansatzweise decken könnten.

Muss es ein Neubau sein? Sogenannte Bestandsimmobilien, also gebrauchte Objekte, kommen vermehrt in den Markt, weil die Generation der Erben schon mit der passenden Immobilie ausgestattet ist. Gegenüber einem Neubau bieten sie den Vorteil, in einer gewachsenen Umgebung zu stehen, die nicht mehr durch endlos laufende Bautätigkeit mit allen denkbaren Belästigungen und unzureichender Infrastruktur etc. „geschlagen“ ist. Dazu kommt der Preisvorteil. Der Anschaffungspreis kann deutlich niedriger liegen, Renovierungsund Sanierungsmaßnahmen können zeitversetzt durchgeführt werden.

Bei der Suche nach den als Alternative zur Traumimmobilie geschilderten Objekten kann Sie ein ortsansässiger Makler sehr gut unterstützen. Natürlich kann er das Angebot nicht beliebig vergrößern – was er aber kann, das ist das Aufzeigen passender Alternativen. Sie schildern ihm ausführlich Ihre Wünsche und lassen sich seine Angebote zusenden. Im Dialog werden Sie sich mit ihm gemeinsam „Ihrem Objekt“ immer weiter annähern.

Die aktuellen Entwicklungen in der Politik, man hört von großen Plänen, die den Immobilienmarkt betreffen, müssen abgewartet werden. Sie werden weder heute noch morgen zu plötzlichen Veränderungen der Situation führen. Bisher gilt immer noch, dass die günstigen Zinsen den Kauf einer Immobilie unterstützen – wenn sie denn gefunden und möglichst langfristig im Bestand gehalten werden kann.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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