Der richtige Kaufpreis

In der freien Marktwirtschaft funktioniert die Preisgestaltung nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Das ist ein Unterschied zur sog. Planwirtschaft, wie sie in sog. kommunistischen Staaten praktiziert wurde und wird.

Dort wird von Staats wegen der Preis jeder Ware, jedes Gutes festgelegt; jeder muss die festgelegten Preise anwenden: Der Verkäufer darf keinen anderen Preis verlangen, der Käufer
muss und darf keinen anderen Preis zahlen.

Alles hat seine Ordnung, jeder kann sich auf das System verlassen. Denkt man. Die wirtschaftlichen Erfolge planwirtschaftlicher Volkswirtschaften sprechen eine andere Sprache. Ob das nun am System liegt oder an den Protagonisten – denjenigen, die für die Preisbildung zuständig sind oder anderen Faktoren muss hier nicht herausgefunden werden.

Die DDR war ein planwirtschaftlich arbeitender Staat, der sehr anschaulich gezeigt hat, dass die willkürliche Preisbildung nicht erfolgreich war – vorsichtig formuliert.

In der DDR gab es keinen freien Immobilienmarkt – aus ideologischen Gründen – Grundbesitz war – wie auch Produktionsanlagen – Eigentum des Volkes und nicht handelbar.

Im Unterschied zu dieser Situation bietet die freie Marktwirtschaft einen großen Vorteil: Dort kann sich der Preis frei entwickeln – als
Regulativ zwischen Angebot und Nachfrage. ( Theoretisch ist das so, doch auch in der Freien Marktwirtschaft gibt es Preisbildungsbereiche, die der Freiheit Grenzen setzen. Im Rahmen dieser Kolumne relevanten Immobilienmarkt gibt es z. B. Mietpreisspiegel, Bodenrichtwerte
und die Verpflichtung, die dort vorgegebenen Grenzen nicht oder nur geringfügig zu überschreiten.

Die absolute Grenze, die jeder Preisbildung in unserem Wirtschaftssystem vorgegeben ist, ist der Wucherparagraph. Preise, die mehr als statthaft ( siehe unten ) über den vorgegebenen Grenzwerten liegen betrachtet der Gesetzgeber als strafrechtlich relevanten Wucher.

Das Bürgerliche Gesetzbuch formuliert:

” § 138 Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher (Regelung seit 01.01.2002)
(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.”

Bei der erfolgreichen Immobilienvermarktung sind damit Grenzen gezogen, die jeder Anbieter und jeder Mieter und Käufer zu beachten hat.

Die im Markt verwendeten Preise, Mieten und Kaufpreise, entsprechen im Wesentlichen den erlaubten Werte – ob sie aber auch den gewünschten Erfolg garantieren steht auf einem anderen Blatt!

Der private Anbieter von Miet – und Kaufimmobilien kann all die relevanten Informationen zur Miet – und Kaufpreisbildung beschaffen. Er kann einen Preis bilden, von dem er glaubt, der korrekte zu sein. Ob das so ist, wird in jedem Fall die Reaktion des Marktes erweisen. Garantiert!

Jedes Ding hat seinen Preis, so eine Volksweisheit.

Den zu finden ist die große Kunst des erfolgreichen Anbieters. Liegt man zu niedrig, hat man Geld verschenkt. Liegt man zu hoch, verkauft man spät oder nie – und hat wieder Geld verschenkt, denn leerstehende, ungenutzte Immobilien kosten. Beides wünscht sich keiner.

Ein Weg aus diesem Dilemma führt zum Fachmann, dem Gutachter. Dies kann ein Dienstleister sein, der professionell den Wert von Immobilien ermittelt.

Die unterschiedlichen Beurteilungskriterien der unterschiedlichen Fachleute gilt es zu beachten.

Der Bankgutachter sieht den Beleihungswert, das ist der Wert, der die sichere Rückzahlung des ausgeliehenen Geldes an die Bank garantiert…

Der Versicherungsgutachter denkt an die Wiederaufbau – oder beschaffungskosten – und die im Schadensfall aufzubringenden Nebenkosten…

Der Architekt oder Bauingenieur denkt als Gutachter an Erstellungskosten. ( Bau – und Baunebenkosten )

Der Makler als Gutachter denkt an die Vermarktungswahrscheinlichkeit. Sein Blickwinkel wird vom aktuellen Markt und dessen Zustand bestimmt. Sinnvoll ist es daher, zur Wertermittlung und Preisfindung einen am Ort der Immobilie ansässigen Gutachter, der auch Makler sein sollte, zu wählen.

Lassen Sie sich den wahren Wert Ihrer Immobilie errechnen und fragen Sie nach Angebots-
preisempfehlungen und Vermarktungszeiten. Der professionelle Immobilienspezialist wird Ihnen Ihre Fragen präzise beantworten.

Falls Sie einen Makler mit der Vermarktung Ihrer Immobilie beauftragen, folgen Sie seinen Ratschlägen und vereinbaren Sie deren Einhaltung durch den Auftraggeber und den Auftragnehmer in einem schriftlichen Vertrag.

… und letztendlich ist folgende Feststellung zutreffend:

Der richtige Kaufpreis, ist der Preis, der im Kaufvertrag steht.

Kartheuser Immobilien

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