Ein ganz heisses Thema!

Nicht nur die Natur leidet unter der langandauernden Hitze in unserem Land. Nein – auch Immobilien können durch Hitze erhebliche Schäden erleiden.

Damit ist zunächst einmal der Garten und die teilweise recht wertvollen Pflanzungen rund um viele Immobilien gemeint. Das gilt für öffentliche Grünanlagen genauso wie private Anlagen rund um die eigentlichen Gebäude.

Grünflächen, Büsche und Bäume nehmen durch lange Trockenheit Schaden. Sie vertrocknen ganz oder teilweise und werden in ihrem Wuchs gestört.

Die derzeitigen Bemühungen vieler Bürger und der Grünflächenämter und Technischen Betriebe sind allerdings nur der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein. Was hier der Natur fehlt – ein langanhaltender sog. Landregen könnte helfen, akute und langfristige Schäden zu vermeiden – nur der ist nicht in Sicht.

Womit nicht gesagt sein soll, dass die Bemühungen vollständig vergebens sind – sie sichern das Überleben vieler Pflanzen und helfen diesen, die Dürreperiode, wenn auch mit Schäden und Verlusten, zu überstehen.

Soll heissen, machen Sie weiter mit dem Gießen, solange uns noch versichert wird, dass unsere Wasserversorgung keinerlei Anlass zur Sorge liefert…und Sie abgewogen haben , ob das Gießwasser oder die Neuanpflanzung im nächsten Jahr teurer ist.

Soviel zum Grünzeug.

Ein Gutes haben die Temperaturen auch – unsere Gebäude trocknen – Schimmel wird es kaum noch geben, die zum Wachstum notwendige Wassermenge ( Luftfeuchtigkeit ) ist nicht vorhanden oder stark reduziert. Es sei denn, Sie arbeiten mit Klimaanlagen ohne Lufttrocknung – da kann es dann doch zum Niederschlag von Feuchte an Gebäudeteilen kommen.

Der unmittelbaren Sonnenstrahlung ausgesetzte Dachflächen oder Teile aus bituminösen Stoffen ( auch Teerpappe genannt ) können sich aufheizen und weich werden – insbesondere die nicht besandeten Sorten. Diese Flächen sollte man im aufgeheizten, weichen Zustand auf keinen Fall betreten. Sie können damit zukünftige Undichtigkeiten verursachen und schlimmstenfalls am Teer klebenbleiben.

Auf wenig geneigten Dachflächen von Flachdächern sammelt sich im Laufe des Jahres ein Belag von Laubresten, Moos, Schmutz und Vogeldreck – den können Sie an nicht so heissen Tagen leicht entfernen, einfach zusammenfegen und damit den zukünftigen Neubewuchs verhindern.

Nicht nur Teer kann sich bei großer Hitze verformen, auch Kunststoffbauteile neigen zu unerwünschten ” Reaktionen “. Fenster und Türen können im aufgeheizten Zustand klemmen und haken; wenden Sie keine Gewalt bei der Öffnung und dem Schließen an. Besser Sie bitten den Fachbetrieb um eine Justage Ihrer Beschläge.

Große Fensterflächen werden durch die Sonne stark erhitzt. Spannungsrisse sind möglich. Schon um die Erwärmung der Innenräume zu begrenzen, empfiehlt sich die Abschattung.

Bauteile aus Holz trocknen bei Hitze und verformen sich dadurch. Risse können sich bilden, die beim nächsten Regenguss mit Wasser volllaufen und das Holz zum Faulen bringen. Also unbedingt so bald wie möglich den präventiven Holzschutz erneuern.

Die Vorteile der guten Dämmung eines Gebäudes sind nicht nur im Winter zu spüren. Das selbe Material sorgt auch dafür, dass Ihr Gebäude im Sommer kühler bleibt als nicht oder unzureichend gedämmte Bauwerke.

Freuen können sich derzeit Eigentümer von Anlagen der Fotovoltaik; ihre Einspeisungsvergütung erreicht Spitzenwerte.

Nutzen Sie die kühlen Stunden vor Sonnenaufgang zur Durchlüftung Ihrer Gebäude und warten Sie mit uns geduldig auf den nächsten Regen, denn der kommt ganz bestimmt.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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