Die Kolumne zum Thema Einbruchsschutz durch elektronische Überwachung

Der Einbrecher muss damit rechnen, zum „ Filmstar “ zu werden. Zahlreiche öffentliche und private Gebäude werden mittlerweile durch Überwachungskameras gegen unliebsame Besucher geschützt. Die Technik ist gerade in der letzten Zeit immer besser und billiger geworden. Jedermann, der Eigentum gesichert wissen will, denkt über die Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten nach – viele Bürger haben sich bereits mit der passenden Technik ausgerüstet. Beinahe 500 Mio. gaben Sie für Brandmeldesysteme, Überfall – und Einbruchsmeldetechnik, Zutrittskontrolle und Videotechnik aus.

Grund genug für diese Aufrüstung liefern die Zahlen der Versicherungswirtschaft: Rund 530 Mio. wurden im Jahre 2016 den geschädigten Versicherungsnehmern erstattet. Die Folgen von rund 170.000 Wohnungseinbruchsdiebstählen und Einbruchsversuchen wurden damit kompensiert.

Einerseits werden Gebäude bereits jetzt durch raffinierte Verriegelungs – und Schließtechnik immer besser geschützt und andererseits durch Videotechnik so gut überwacht, dass die Annäherung an das zu schützende Gebäude nahezu immer bemerkt wird. Besonders komfortable Ausrüstungen sorgen für die zeitverzugslose Weitergabe der Einbruchsmeldungen an Sicherheitsdienste, die ihrerseits für das unverzügliche Aktivieren der Polizei sorgen können.

Allerdings ist festzuhalten, dass die alleinige Abschreckung durch das bloße Vorhandensein der Apparatur nur noch die Laien unter den Ganoven von der Umsetzung ihrer kriminellen Pläne abhält. Mit anderen Worten: Die gut gemeinte Montage einer Kameraattrappe lässt die Profis unter den bösen Buben geringschätzig lächeln … und anschließend mit um so größerer Energie zur bösen Tat schreiten.

Nicht zu unterschätzen sind die Probleme, die der Persönlichkeits – und datenschutzbewusste Nachbar, Anlieger oder Passant dem sicherheitsbedürftigen Technikfreak bereiten kann. Hier hilft das Studium der Empfehlungen des Landesbeauftragten für den Daten: www.ldi.nrw.de zum Thema Datenschutz. Die in den Immobilieneigentümervereinen organisierten Hausbesitzer haben zusätzlich die Möglichkeit, sich durch das örtliche „ Haus und Grund “ – Büro und deren Rechtsbeistände vor der Planung und Anschaffung der passenden Technik beraten zu lassen.

Wie heikel das Thema mittlerweile ist, kann man an der rapid gewachsenen Zahl der Gerrichtsverfahren ablesen, die Betroffene nun schon ausgefochten haben. Prinzipiell gilt, dass die Technik so installiert und eingestellt sein muss, dass lediglich der eigene Grund und Boden überwacht werden kann – fremde Grundstücke und öffentliche Räume ( Plätze, Straßen und Gebäude ) sind tabu! Hat es am Objekt bereits Ereignisse wie Einbruchsver -suche, Vandalismus und andere Gewalttaten gegeben, sind gute Voraussetzungen vorhanden, die notwendige Technik auch einsetzen zu dürfen. Wichtig ist hierbei die Information und das Einholen der Zustimmung der möglicherweise Überwachten.

Zu den praktischen technischen Aspekten der Materie haben sich die Fachleute der Stiftung Warentest ausführliche Gedanken gemacht – deren Erkenntnisse und Ratschläge liest man unter www.test.de einbruchsschutz.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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