Altlastenverdacht – und jetzt???  

car-659582_640Das kann jedem Immobilien – Eigentümer passieren:

Sie erhalten von heute auf morgen eine Mitteilung, nach der Ihr Grundstück unter Altlastenverdacht steht! Sie erschrecken und denken an das Schlimmste.

Was steckt aber wirklich dahinter?

Das müssen Sie selbst herausfinden – denn das Amt teilt Ihnen lediglich mit, dass da in der Vergangenheit auf Ihrem Grundstück vielleicht ein Betrieb gemeldet war oder existiert hat, der eventuell mit Substanzen umge -gangen ist, die zu einer Altlast führen könnten.

Klarheit sollten Sie sich auf jeden Fall verschaffen, denn im Falle des Zutreffens des Verdachtes könnten Sie und Ihre Familie und zukünftige Nutzer die Geschädigten sein.

In Frage kommen zum Beispiel: Tankstellen, Kohlen -lager, metallverarbeitende Betriebe, private, betriebliche und öffentliche Kippen, PKW – oder / und LKW – Abstellplätze, Anlagen aus den Weltkriegen, Kasernen, Truppenübungsplätze, Güllelager, Schrottplätze, etc.. Diese Auflistung ist nur beispielhaft – eine unendliche Anzahl weiterer Altlasten – Quellen ist denkbar.

Klar, dass Sie als pflichtbewußter Staatsbürger und Immobilieneigentümer zur Aufkärung des Verdachtes beitragen wollen!

Der beste Weg: Sie lassen sich einen Termin beim Amte geben und erörtern den Sachverhalt mit den Spezia -listen. Lassen Sie sich alles zeigen, was das Amt zu bieten hat.

Das können alte Karten, Luftaufnahmen, Gutachten, Aussagen von Zeitzeugen, Schriftstücke, Adreßbücher, etc. sein.

Mit Hilfe der Beweismittel oder Indikatoren, die dort vorliegen, werden Sie sicher herausfinden, ob der Verdacht berechtigt ist und die vermutete Altlast überhaupt vorhanden sein kann.

Etliche Fälle, die wir als Gutachter oder als Makler betreut haben, konnten auf diesem Wege aufgeklärt werden – der Verdacht wurde ausgeräumt!

Mal stellte sich heraus, dass das Grundstück nach Altlasteneintrag geteilt wurde und der von uns betreute Teil von der Altlast nicht betroffen war – mal war die Anschrift des altlastenverursachenden Betriebes mit der Adresse der Verwaltung verwechselt worden – dann wieder konnte nachgewiesen werden, dass die altlastenverursachende betriebliche Aktivität dort nie stattgefunden hat …

… und wenn sich dann doch herausstellen sollte, dass
der Verdacht berechtigt ist, muß ein Gutachter beigezo -gen werden, um die weiteren Schritte zu fixieren.

Meistens wird an maßgeblichen Stellen gebohrt und das
Bohrgut untersucht.

Bei oberflächlichen Verunreinigung reicht oft ein Abtrag der belasteten Schicht und deren kontrollierte Entsor -gung. Bei größeren Belastungen kann entschieden werden, das Gelände fachmännisch zu versiegeln, um aktuelle und zukünftige Nutzer vor Schädigungen zu bewahren.

Aber wie gesagt, das sind dann Schritte, die von Gutachtern im Einvernehmen mit den entsprechenden Stadtverwaltungen bestimmt werden.

Ganz wichtig! Nur keine Panik!

Altlastenverdacht bedeutet noch lange nicht, dass eine Altlast vorliegt.

Bedienen Sie sich der Hilfe gut ausgebildeter Fachleute wie Gutachter und Immobilienmakler, die ständig mit derartigen Verdachts – Fällen zu tun haben.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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