Die Verrentung von Immobilien

Die große Verunsicherung greift um sich! Sicherheit bieten weiterhin IMMOBILIEN.

Wenn man sie hat, ist man sicher, wenn man sie verwertet, ist man das auch …

wenn man die Regeln beachtet!

Immobilien sind oft über die Zeit angesparte Vermögen. Immobilien sind eine ganz hervorragende Geldanlage, die allerdings nicht ganz so schnell wie ein Bankguthaben verfügbar sind. Ausserdem erfordern Sie Hege und Pflege während Ihres und ihres ganzen Lebens.

Vorher oder im Alter denken Immobilieneigentümer schon mal darüber nach, einen Teil des in der Immobilie gebundenen Vermögens zu entnehmen, wollen aber parallel weiterhin den gewohnten Wohnwert – und Komfort nutzen: Das geht! Gut?

Es gibt eine ganze Reihe von Lösungen der damit verbundenen Fragen. Hier sind Fachleute wie Notare und Makler gefragt, die zunächst einmal die persönlichen Wünsche und Voraussetzungen des Immobilieneigentümers hinterfragen werden.

Diese Analyse muss vollständig und sehr gewissenhaft durchgeführt werden, um sowohl bedarfsgerecht als auch so sicher wie möglich ein Modell zu entwickeln, das passt.

Soll die derzeit bewohnte Immobilie so lange wie irgendmöglich – auch unter Einschluss einer Pflegesituation – genutzt werden?

Wer trägt die laufenden Nebenkosten der Immobilie? Wer kommt für Schäden auf? Ein Erwerber, eine Versicherung, der bisherige Eigentümer ? Oder?

Wird eine Einmalzahlung vorab gewünscht, gehen wir von einer festen Laufzeit oder soll bis zum Ableben eines oder aller Eigentümer verrentet werden?

Die hier angeführten Fragen stellen einen kleinen Bruchteil des ganzen Themenkataloges dar und deuten damit die Komplexität der Unternehmung an.

In der persönlichen Beratung konstruiert der Fachmann das passende Modell Ihrer ganz individuellen Lösung. Großer Wert ist dabei auf die Sicherheit der unbedingt notariell zu fassenden Vereinbarung zu legen.

Themen wie Nießbrauch, statistische Lebenserwartung, Reallast, Rückauflassungsvormerkung, Sicherungshypothek, Wohnwertermittlung, etc. werden Ihnen dabei nahegebracht.

Wie gesagt, die Ausgangslage ist der Wunsch des verrentendenden Immobilieneigentümers – die Basis ist die fachmännische, korrekte Wertermittlung der Liegenschaft.

Eine Alternative zur Verrentung stellt der Verkauf der bisherigen Immobilie und der Ankauf oder die Anmietung einer neuen, besser passenden dar. Kriterien wie Größe, Barrierefreiheit, Pflegebedarf, fußläufige Nähe zu Dienstleistern aller Art etc. müssen bedacht werden.

Ein weiterer Themenkomplex in diesem Zusammenhang betrifft den steuerlichen Aspekt. Vor der Auswahl einer Vertragskonstruktion ist die Betrachtung steuerlicher Vor – und Nachteile unabdingbar. Der Steuerberater als Berater ist hier der angesagte Experte.

Da wir alle nicht wissen, welche Entwicklung die Zinsen erleben werden, ist ein Wertsicherungsmechanismus Grundvoraussetzung für eine gelungene Verrentung einer Immobilie.

Es war nicht die Intention des Verfassers dieser Kolumne, den interessierten Leser zu verunsichern – ganz im Gegenteil ist das besondere Anliegen das Aufzeigen einer beispielhaft ausgewählten Anzahl von Gesprächsthemen, die der Verrentungswillige im Kreise seiner Familie bzw. aller Betroffenen zur Vorbereitung eines ersten Gespräches mit dem Fachmann erörtern sollte.

Wolfgang Kartheuser

Wolfgang Kartheuser


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